Im Oktober steht das Thema „Hecke“ auf dem Lehrplan. Also nichts wie raus! Wir überlegen uns, wie Hecken eigentlich entstanden sind und spielen nach, wie die Menschen vor tausend Jahren mit dem Ackerbau begannen und die Steine aus den Feldern an den Rändern aufstapelten. Erde und Samen blieben hängen, Sträucher wuchsen, ein neuer Lebensraum entstand. Aufbau und Funktionen der Hecke wurden so schnell klar.
Der Wald steckt voller Geschichten und Zahlen – das wissen wir schon lange. Heute schreiben wir diese mal auf und rechnen damit: Sachaufgaben machen so einfach Spaß! Wir kaufen im Waldsupermarkt ein, füllen eine Schatzkiste und sammeln mit Hörbe Wintervorräte. Dazu erzählen wir Geschichten, finden eine Rechenfrage und natürlich die passende Aufgabe. Wer da noch denkt, dass Textaufgaben schwierig sind, kommt einfach mal mit!
Auch mit Daten und Tabellen beschäftigen wir uns im Wald. Heute machen wir eine Umfrage: Was ist dein Lieblingswaldtier? Und deine liebste Jahreszeit im Wald? Was tust du am liebsten im Wald und warum kannst du im Wald gut lernen? Die Ergebnisse werden in einer Tabelle festgehalten und in einem Schaubild verdeutlicht: Wer hat schon mal ein Zapfendiagramm gesehen? Hier bitteschön!
Und nochmal zurück zur Hecke: Wir lernen die Sträucher kennen und ihre Besonderheiten: Rote Früchte oder schwarze? Giftig oder essbar? Stacheln, Dornen oder gezackte Blätter? Wir bestimmen die Heckenpflanzen am Waldrand und spielen das „Neuntöterspiel“, ein besonders interessanter Vogel der Hecke. Und spätestens jetzt weiß jeder Bescheid! Lernen mit Bewegung – das bringt´s.
Ende Oktober besuchen wir nochmals einen anderen Naturlernort: die Streuobstwiese. Die Expertin Frau Reim hat hier viele Stationen über dieses geschützte Biotop aufgebaut: Wir hören, fühlen, spielen, schauen und schmecken natürlich: Das ist Lernen mit allen Sinnen und bekanntlich sehr effektiv und nachhaltig! Und weil heimische Nahrungsmittel für uns und die Umwelt so gut sind, gibt es dann auch im Klassenzimmer noch ein richtiges Heckenfrühstück: Mit Beeren und Hagebuttentee, Honigbroten (selbstgebacken!) und vielen gesunden Nüssen.
Traditionell verbringen die Waldklassen den letzten Draußenlerntag vor Ferien gemeinsam im Wald. So auch jetzt zu unserem großen „Spinnentag“. Rund um das faszinierende Gruselthema „Spinne“ muss ein Spinnennetz und eine Spinne gesucht, eine Spinne selbst mit Naturmaterial gestaltet werden. Es wird mit Spinnenbeinen gerechnet und wer die Infokarten über Spinnen aus aller Welt aufmerksam liest, findet bestimmt auch das Lösungswort des Spinnenrätsels heraus. Neben Mathe, Deutsch, Kunst und HSU lernt man hier auch gruseln, Ängste überwinden, staunen und zusammenhelfen. Und am Ende präsentieren die Kinder noch ihre vielfältigen, selbstverfassten Gedichte.
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